Nach dem Versand: wen du anrufen solltest und woran du das erkennst
Ein Newsletter an 400 Adressen bringt dir eine Prozentzahl. Anrufen kannst du damit niemanden. Keystate macht daraus eine Anrufliste. Hier steht, welche Regel einen Kontakt darauf bringt, was daneben steht und was sich nach dem Versand nicht messen lässt.
Stand:
Warum dir eine Öffnungsrate nicht weiterhilft
Fast jedes Newsletter-Werkzeug endet an derselben Stelle. Es zeigt dir eine Öffnungsrate. Diese Prozentzahl sagt dir aber nicht, wen du anrufen sollst. Nicht wer, nicht wofür, und nicht unter welcher Nummer er zu erreichen ist.
Eine Öffnung ist außerdem das schwächere Signal. Sie wird über ein kleines Bild in der Mail gezählt, und viele Postfächer laden dieses Bild von allein. Ein Klick entsteht nicht von allein. Da hat jemand gelesen und sich entschieden weiterzugehen.
Deshalb wiegt ein Klick in der Anrufliste schwerer als eine Öffnung. Zwei Klicks genügen, bei den Öffnungen sind es drei. Die strengere Schwelle liegt also bei der Zahl, die etwas bedeutet.
Die Regel, im Klartext
Nach jedem Versand zählt Keystate mit und stellt daraus eine Liste zusammen. Ein Kontakt kommt darauf, wenn eine von zwei Bedingungen erfüllt ist:
- 3 Öffnungen, oder
- 2 Klicks
- 90 Tage Fenster. Was älter ist, zählt nicht mehr mit.
Gezählt wird je Kontakt und über alle Ausgaben der letzten 90 Tage, nicht je Mail. Wer in drei Newslettern je einmal öffnet, erreicht die Schwelle genauso wie jemand, der eine Ausgabe dreimal aufmacht. Bei den Klicks ist es dasselbe. Zwei Klicks auf dasselbe Objekt zählen wie je einer auf zwei verschiedene.
Wie viele verschiedene Objekte der Kontakt angesehen hat, steht als eigene Angabe daneben. Das ist eine Zusatzauskunft für das Gespräch, keine zweite Bedingung.
Die 90 Tage kürzen in beide Richtungen. Wer im März geklickt hat, ist im August kein Anruf mehr wert. Und eine Liste, die nur wächst und nie kürzer wird, sieht nach drei Monaten niemand mehr an.
Was einen Kontakt nicht auf die Liste bringt
- Ein einzelner Klick oder zwei Öffnungen. Das ist Rauschen, kein Anlass für ein Telefonat.
- Ein Kontakt ohne Messeinwilligung. Bei ihm entsteht kein Ereignis, also auch kein Eintrag. Dazu der letzte Abschnitt.
- Ein Maklerbüro, das die Messung abgeschaltet hat. Dann bleibt die Liste leer, und sie sagt dir auch, warum.
Wer angerufen wurde, verschwindet dagegen nicht. Er rutscht nur nach unten. Sonst könntest du später nicht mehr nachsehen, mit wem schon gesprochen wurde. Klickt derselbe Kontakt nach dem Anruf wieder, steht er als „wieder aktiv“ erneut oben. Der Haken vom Montag soll den Klick vom Freitag nicht verschlucken.
Was auf der Liste steht und was du damit machst
Die Reihenfolge macht die Arbeit. Oben steht, was offen ist. Ein erklärtes Interesse wiegt schwerer als jede Zahl, ein Klick schwerer als eine Öffnung. Abtelefoniertes sammelt sich unten. Du arbeitest von oben nach unten und bist fertig, wenn die Fettschrift aufhört.
Je Eintrag steht da:
- Name und Telefonnummer. Die Nummer ist ein Wählknopf. Fehlt sie, sagt der Eintrag das ausdrücklich und verlinkt die Stelle zum Nachtragen.
- Wer anrufen soll. Der zuständige Makler steht daneben. In einem Maklerbüro mit fünf Leuten macht eine Liste ohne Namen mehr Arbeit als sie abnimmt. Ist niemand zugeordnet, steht dort ein Knopf, mit dem du den Anruf übernimmst.
- Worauf er geklickt hat. Die letzten Schritte mit Objekt und Uhrzeit. So beginnst du das Gespräch mit einem Haus und nicht mit einer Frage.
- Die Zahlen als Beiwerk: wie oft geöffnet, wie oft geklickt, wie viele verschiedene Objekte. Sie begründen den Anruf. Sie sind nicht das Ergebnis.
Zwei Knöpfe schließen den Vorgang ab. „Rückruf planen“ fragt Tag und Uhrzeit ab und legt eine halbe Stunde in deinen Kalender. Als Google-Termin oder als Datei für Apple und Outlook. „Angerufen“ setzt den Vermerk mit Zeit und Namen, damit nicht zwei Kollegen dieselbe Nummer wählen. Beides kannst du zurücknehmen.
Der zweite Weg auf die Liste: der Knopf in der Mail
Unter jedem Objekt in der Mail steht ein Knopf: „Interesse an dieser Immobilie“. Wer ihn drückt, sagt es dir ausdrücklich. Das ist das stärkste Signal, das du bekommen kannst, und deshalb behandelt Keystate es anders als jede Zahl.
- Keine Schwelle. Ein Druck genügt, und der Kontakt steht sofort ganz oben.
- Rückruf binnen zwei Stunden. Diese Zusage sieht der Interessent auf der Bestätigungsseite. Der zuständige Makler bekommt eine Nachricht, und auf dem Eintrag steht die Uhrzeit. Der Terminvorschlag liegt davor, damit das Gespräch vorher geführt ist.
- Der Knopf funktioniert auch bei Kontakten, die nicht gemessen werden dürfen. Wer um einen Rückruf bittet, wird nicht beobachtet. Seine Bitte wird beantwortet. Sonst würden genau die eindeutigsten Anfragen ins Leere laufen. Im angebundenen CRM entsteht am Kontakt eine Aufgabe „Rückruf binnen 2 h“.
Was Keystate nicht sieht
Die Liste zeigt, was durch die Mail gelaufen ist. Alles daneben bleibt unsichtbar. Das sind keine Randfälle.
Weiterleitungen kann Keystate nicht messen
Wer deine Ausgabe an den Schwager weiterschickt, weil das Haus zu ihm passt, taucht nirgends auf. Es ist sogar schlimmer. Klickt der Schwager auf das Objekt, wird der Klick dem ursprünglichen Empfänger zugerechnet. Der Link in der Mail trägt dessen Kennung, nicht die des Lesers.
Das lässt sich nicht wegprogrammieren. Eine Mail weiß nicht, in wessen Postfach sie liegt. Deshalb beginnst du das Gespräch besser offen und nicht mit „Sie haben sich das Haus in der Schillerstraße zweimal angesehen“.
- Wer Bilder abgeschaltet hat, erzeugt keine Öffnung. Er kann die Ausgabe zehnmal gelesen haben und bleibt unsichtbar, solange er nicht klickt.
- Wer das Objekt woanders ansieht, im Portal oder auf deiner Website, läuft nicht durch die Mail und steht deshalb nicht auf der Liste.
- Wer liest und direkt zum Telefon greift, hat nie geklickt. Dieser Anruf kommt bei dir an, nicht auf der Liste.
Ehrlich gesagt ist es also so: Die Anrufliste ist der Anfang eines Vormittags, nicht die Bilanz des Interesses. Sie nennt dir die Handvoll Namen, bei denen ein Anruf begründet ist. Mehr verspricht sie nicht.
Wer gemessen wird und wer nicht
Werbung erhalten und gemessen werden sind zwei verschiedene Zustimmungen. Keystate holt sie getrennt ein. Wer nur der Werbung zugestimmt hat, bekommt seine Mails ohne Messung. Bei ihm entsteht kein Ereignis, und er steht nicht auf der Anrufliste, auch wenn er zehnmal öffnet. Der Knopf „Interesse an dieser Immobilie“ funktioniert bei ihm trotzdem, denn er ist keine Messung. Wie das im Einzelnen läuft, steht auf Newsletter und DSGVO für Immobilienmakler.
Das könnte dich auch interessieren
-
Alte Interessenten reaktivieren
Wie Kontakte, die auf dieser Liste landen sollen, überhaupt wieder ein passendes Objekt zu sehen bekommen. Ohne deinen Verteiler zu verbrennen.
-
Newsletter für Immobilienmakler
Der Weg vom vorhandenen Exposé-PDF zur fertigen Ausgabe im Erscheinungsbild deines Maklerbüros. Der Schritt vor dieser Seite.
-
Newsletter und DSGVO
Einwilligung, Zweckbindung, Löschfristen und die Frage, wann du einem vorgemerkten Interessenten ein neues Objekt schicken darfst.
-
Was dein CRM beim Newsletter kann
Veröffentlichte Angaben von onOffice, Propstack und FLOWFACT. Und wo sie beim Schritt nach dem Versand aufhören.
In 10 Minuten
zum ersten Newsletter.
Bring zwei oder drei Exposés mit. Wir bauen daraus im Gespräch einen fertigen Newsletter, in deinen Farben und mit deinem Logo.
Alle Preise stehen offen auf der Preisseite. Der Zuschnitt der Pakete ist noch vorläufig. Wir legen ihn mit den ersten Maklerbüros gemeinsam fest.
- Ein Telefonat, keine Präsentation
- Du siehst deine eigenen Objekte in der Mail, kein Beispiel
- Danach weißt du, ob Keystate zu deinem Maklerbüro passt