Was eine einzelne Aussendung gebracht hat
Kampagnen und Statistik zeigen je Mail, was ankam, was zurückkam und wer danach gesucht hat. Welche Zahl an welcher Stelle steht.
Nach dem Versand steht eine Frage im Raum: Hat die Mail funktioniert? Dazu reicht „wie viele gingen raus” nicht. Erkennbar wird eine misslungene Aussendung an dem, was danach zurückkommt. Genau so sind die beiden Register aufgebaut.
Auswertung → Kampagnen ist die Liste aller Aussendungen, die dein Büro je verschickt hat. Auswertung → Statistik verdichtet daraus die Trends.
Die Kampagnen-Liste
Je Zeile Betreff, Zeitpunkt, Zustand, Empfänger, die Quoten und als letzte Spalte die Zahl der Anruf-Kandidaten. Das ist der Punkt: In einem Newsletter-Tool für Online-Shops steht dort der Umsatz. Bei einem Makler ist das Ergebnis einer Mail kein Betrag, sondern ein Name mit Telefonnummer.
Filter über der Liste:
| Filter | Auswahl |
|---|---|
| Zeitraum | 30 Tage, 90 Tage, 12 Monate, alle. Vorgabe ist „alle” |
| Zustand | alle, verschickt, läuft, in Arbeit, angehalten |
| Suche | trifft Betreff und Ausgabe |
25 Zeilen je Seite. Die Zahl im Kopf nennt, was die Liste zeigt, nicht, was es gibt: Bei gesetztem Filter steht dort die gefilterte Menge.
Bei einem Entwurf stehen keine Quoten. Null Prozent wären dort kein Ergebnis, sondern eine Behauptung über etwas, das nie stattgefunden hat.
Eine Kampagne im Detail
Ein Klick auf eine Zeile öffnet fünf Blöcke:
- Die drei Werte oben: Zugestellt, Geöffnet, Geklickt. Ein Strich statt einer Prozentzahl heißt: keine Bezugsgröße, nicht null.
- Wen du anrufen solltest. Wie viele Empfänger nach dieser Mail gesucht haben statt nur gelesen, gerechnet mit derselben Schwelle wie die Anruf-Liste, aber nur auf diese Aussendung bezogen. Sonst stünde neben einer Aussendung vom März die Zahl von heute.
- Was zurückkam. Unzustellbare, Beschwerden, Abmeldungen mit Rate, und „Wartet noch”, solange die Warteschlange nicht leer ist. Die Abmeldungen sind die Zahl, an der du eine Aussendung erkennst, die schiefging: Die Empfängerliste schrumpft genau dann, wenn der Inhalt nicht zu ihr passte.
- Die Mail. Betreff, Vorschautext, Zeitpunkt, Ausgabe, Zustand. Wurde der Versand verschoben, steht der Grund dabei.
- Welches Objekt geklickt wurde, das meistgeklickte oben, mit zwei Spalten: Klicks und Personen. Das sagt dir, welches Haus die Anrufe auslöst und welches in der nächsten Ausgabe anders stehen muss.
- Wann reagiert wurde, je Stunde über die ersten 72 Stunden nach dem Start. Diese Kurve beantwortet die Frage, die keine Gesamtquote beantwortet: War die Versandzeit richtig? Ein Verlauf, der erst am nächsten Morgen anläuft, sagt mehr als jede Öffnungsrate.
Die Statistik
Standardmäßig die letzten 90 Tage, einstellbar zwischen 7 und 365 Tagen. Vier Blöcke:
- Pro Aussendung: die letzten zwölf Aussendungen mit Zugestellt, Geöffnet, Geklickt.
- Empfängerliste: Zugänge gegen Abmeldungen je Monat über sechs Monate, mit Saldo. Gezählt wird die bestätigte Einwilligung, nicht das Anlegen des Kontakts. Ein Import mit 200 Adressen ist kein Zuwachs von 200 Empfängern, solange keine davon bestätigt hat.
- Welches Objekt zieht: die zehn meistgeklickten Objekte im gewählten Zeitraum, mit Klicks und Personen.
- Entwicklung: Öffnungs- und Klickrate je Monat über sechs Monate. Verliert der Newsletter Zug?
Die Statistik hängt an einem eigenen Recht. Wer es nicht hat, sieht das Register nicht. Die Kampagnen-Liste sieht dagegen jeder im Büro: Zu sehen, was das eigene Büro verschickt hat, ist keine Auswertung, sondern das Protokoll der eigenen Arbeit.
Womit gerechnet wird
Die Bezugsgrößen sind absichtlich verschieden:
- Unzustellbarkeit und Beschwerden rechnen gegen die Zustellversuche, weil der Versanddienst genauso rechnet. Danach drosselt er.
- Öffnungen, Klicks und Abmeldungen rechnen gegen die zugestellten Mails, denn nur wer sie bekommen hat, konnte reagieren.
Zwei Grenzen stehen als Zahl neben der Quote, weil eine rote Ampel ohne Bezug nur sagt „irgendwas ist schlecht”: über 5 Prozent Unzustellbarkeit wird gedrosselt, über 0,1 Prozent Beschwerden wird der Versandzugang entzogen. Und zwar für alle Büros gemeinsam, weil der Versanddienst das dem Konto als Ganzes anrechnet. Die Rechenwege im Einzelnen stehen in Kennzahlen erklärt.