Was bei Zahlungsverzug passiert
Erste geplatzte Abbuchung, zweiter Versuch, Sperre. Was in welcher Reihenfolge passiert, was dann noch geht und wie die Sperre wieder aufhört.
Eine geplatzte Abbuchung ist kein Drama und meistens kein Fehler von irgendjemandem. Abgelaufene Karte, Konto gerade leer, Lastschrift zurückgegeben. Keystate reagiert darauf in zwei Stufen, und die erste tut noch gar nichts.
Stufe 1: Der erste Fehlversuch
Du bekommst die Mail „Deine Zahlung an Keystate kam nicht durch”.
- Dein Zugang läuft normal weiter. Alle Seiten sind offen, Aussendungen gehen raus.
- Frühestens in drei Tagen versucht der Zahlungsdienstleister es noch einmal.
- Überweisen musst du nichts. Sobald Karte oder Konto wieder stimmen, holt der nächste Versuch den Betrag von selbst.
Der Weg zu den Zahlungsdaten steht in Zahlungsmittel. Tust du nichts, läuft der nächste Versuch trotzdem, nur mit denselben Daten.
Stufe 2: Die Sperre
Bleibt auch der zweite Versuch erfolglos, wird der Zugang gesperrt, bis der offene Betrag ausgeglichen ist. Du bekommst die Mail „Dein Keystate-Zugang ist gesperrt”. Grundlage ist § 8 Absatz 1 der AGB.
Gesperrt heißt: anmelden ja, arbeiten nein.
| Was | Zustand |
|---|---|
| Dein Profil | offen |
| Einstellungen → Konto | offen, aber nur für den Inhaber |
| Alle übrigen Seiten | zu |
| Versand | steht still |
| Kollegen ohne Verwaltungsrecht | sehen nur ihr Profil |
Gelöscht oder archiviert wird nichts. Kontakte, Ausgaben und Auswertungen bleiben vollständig erhalten. Angelegte Aussendungen bleiben stehen und gehen raus, sobald es weitergeht. Die Sperre versperrt nur den Weg, sie greift nicht in deine Daten ein.
Der kürzeste Weg heraus
- Einstellungen → Konto
- Im Sperrkasten auf Zahlungsdaten prüfen und bezahlen.
- Beim Zahlungsdienstleister siehst du die offene Rechnung, erneuerst die Karte und löst die Zahlung aus.
Danach ist der Zugang binnen Minuten wieder frei, von selbst. Du musst uns dafür nicht schreiben, und es gibt keinen Schalter, den jemand bei uns umlegen müsste. Eine erkannte Sperre wird bewusst nicht zwischengespeichert: Wer gerade bezahlt hat, soll nicht gegen eine Tür klicken, die schon offen ist.
Diesen Knopf sieht nur der Inhaber, und er steht nur bei Zahlungsverzug. Bei einem beendeten oder abgelaufenen Zugang gibt es nichts zu zahlen, dann führte er ins Leere und ist deshalb nicht da.
Was passiert, wenn es dabei bleibt
Bleibt der Zugang länger als 30 Kalendertage gesperrt, dürfen wir den Vertrag außerordentlich kündigen (§ 8 Absatz 3 der AGB). Vorher passiert das nicht, und wir tun es nicht ohne Nachricht.
Danach greift die normale Regel nach Vertragsende: Löschung spätestens nach 90 Kalendertagen, Hinweis 14 Tage vorher, Export innerhalb dieser Frist möglich. Siehe Daten exportieren.
Wenn die Sperre nicht zu dir passt
Zwei Dinge sind kein Zahlungsverzug und sehen doch ähnlich aus.
- „Der Zugang dieses Büros ist abgelaufen.” Da ist keine Zahlung offen, sondern eine Laufzeit zu Ende. Sprich uns an.
- „Der Zugang dieses Büros wurde beendet.” Der Vertrag ist gekündigt. Angelegte Aussendungen bleiben stehen, deine Daten kannst du weiter einsehen und exportieren.
Und ein technischer Fall: Antwortet unsere Verwaltung gar nicht, wird nicht gesperrt. Ein Netzproblem auf unserer Seite darf niemanden aussperren. Die Kontoseite sagt dann „gerade nicht abrufbar”, und das ist eine Aussage über uns, nicht über deinen Zugang.