Was eine Spam-Meldung auslöst
Ein Klick auf den Spam-Knopf sperrt die Adresse und zählt gegen dein Büro. Die Grenzen liegen bei 0,1 Prozent, und Keystate bremst schon davor.
Drückt ein Empfänger in seinem Postfach auf „Als Spam melden”, meldet sein Anbieter das an den Versanddienst zurück, und der reicht es an Keystate weiter. Die Mail war angekommen, der Empfänger wollte sie nicht.
Das ist ausdrücklich kein Zustellfehler, und es wird auch keiner. Ein Bounce sagt „diese Adresse gibt es nicht”, eine Beschwerde sagt „diese Mail wollte ich nicht”. Zwei verschiedene Aussagen, zwei getrennte Zahlen. In einer gemeinsamen Quote wäre die, auf die es ankommt, nicht mehr lesbar.
Was automatisch passiert
- Die Adresse kommt auf die Sperrliste, Grund „Beschwerde”. Dorthin geht nie wieder eine Mail, bei keinem Büro.
- Die Zustellzeile bekommt den Zustand beschwert und steht damit in der Warteschlange und im Bericht als eigener Posten.
- Der Kontakt wird gesperrt.
Die Sperrliste ist bewusst nicht je Büro geführt. Wer bei einem Makler den Spam-Knopf drückt, tut es beim nächsten erst recht, und die Quote trägt das gemeinsame Konto.
Die Grenzen
Die Zahlen sind klein, und das ist das Entscheidende an ihnen.
| Schwelle | Wert | Was sie bedeutet |
|---|---|---|
| Beobachtung beim Versanddienst | 0,1 % | Das Konto steht unter Aufsicht |
| Pause beim Versanddienst | 0,5 % | Der Zugang wird ausgesetzt |
| Not-Aus in Keystate | 0,08 % | Dein Büro sendet nur noch die Bewährungsmenge |
Zum Vergleich die Bounce-Seite: Dort liegen die Schwellen bei 5 % und 10 %, also fünfzigmal höher. Eine einzige Beschwerde auf 1.000 verschickte Mails sind bereits 0,1 %.
Keystate greift unter der ersten Stufe ein, nicht erst unter der zweiten. Wer erst bei 0,4 % eingreift, hat das Konto längst unter Beobachtung, und aus der Beobachtung kommt man nicht durch Aufhören heraus, sondern nur durch Wochen mit sauberen Zahlen. Der Sinn dieser Bremse ist, dass der Versanddienst den Fall gar nicht erst sieht.
Wann eine Beschwerde zählt
Gerechnet wird über ein gleitendes Fenster von 30 Tagen. Damit eine kleine Menge keine Quote erfindet, braucht es zusätzlich eine Mindestzahl:
| Verschickte Mails in 30 Tagen | Was gilt |
|---|---|
| unter 50 | Es wird nicht geurteilt |
| 50 bis 500 | Quote über 0,08 % und mindestens 2 Beschwerden |
| über 500 | Die Quote trägt allein |
Der Grund für die Zweiteilung steckt in den Zahlen selbst. Bei 1.000 verschickten Mails ist eine Beschwerde bereits 0,1 %. Eine Mindestzahl von zwei wäre dort kein Rauschschutz, sondern ein Loch. Bei 200 Mails ist dieselbe eine Beschwerde 0,5 %, also dieselbe Zahl mit einer ganz anderen Aussage.
Eine kann ein Fehlgriff sein. Zwei bei 200 Mails sind 1 % gegen eine Schwelle von 0,08 %, und das ist keine Unschärfe mehr.
Warum Leute Spam drücken, obwohl sie eingewilligt haben
Fast nie aus Bosheit. Die häufigen Gründe:
- Der Abmeldelink war nicht zu finden. Der Spam-Knopf sitzt oben, der Abmeldelink unten. Wer es eilig hat, nimmt den oberen.
- Zu häufig. Deshalb gilt in Keystate ab Werk höchstens eine Mail in drei Tagen je Empfänger.
- Der Absender ist unbekannt. Steht dort ein Name, den niemand mit deinem Büro verbindet, sieht die Mail nach Fremdwerbung aus.
- Die Einwilligung liegt lange zurück. Wer sich vor zwei Jahren angemeldet hat und seitdem nichts bekam, erinnert sich nicht.
Was du tun kannst
Der wirksamste Hebel ist die Abmeldung, nicht die Beschwerde. Keystate setzt dafür die Kopfzeilen für die Ein-Klick-Abmeldung, die Gmail und Yahoo von Massenversendern verlangen. Ein Empfänger kann sich damit direkt im Postfach abmelden, ohne den Spam-Knopf zu suchen.
Dazu:
- Halte den Rhythmus stabil und niedrig.
- Schneide den Empfängerkreis über Segmente, statt jedem alles zu schicken.
- Sieh dir nach jeder Aussendung den Bericht an. Eine einzelne Beschwerde ist ein Vorfall, zwei in Folge sind ein Muster.
Wenn der Not-Aus greift
Bei einem Beschwerde-Stopp bleiben 50 Mails am Tag offen. Sie sind kein Schlupfloch, sondern die einzige Möglichkeit, die Quote wieder zu bewegen.
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