Keystate in Claude fragen
Der MCP-Anschluss lässt Claude deine Zahlen, Leads und Objekte lesen. Einrichten, welche Tools es gibt und was Claude nicht kann.
Du kannst Claude an dein Büro anschließen und dann in Claude fragen: „zeig mir meine heißen Leads”, „wie lief der letzte Newsletter”, „bau mir eine Ausgabe aus den drei neuen Exposés”. Claude spricht dabei direkt mit Keystate und bekommt echte Zahlen, keine geratenen.
Technisch ist das ein MCP-Server (Model Context Protocol) unter
POST https://app.keystate.de/mcp. Du brauchst davon nur zu wissen, dass die
Adresse überall dieselbe ist und der Zugang an einem Token hängt.
Einrichten darf nur, wer im Büro verwalten darf.
1. Anschluss einrichten
Einstellungen → Claude → Anschluss einrichten. Es erscheint ein Token der Form
ksm_dein-buero.QRnT8x…
Das Token wird genau einmal angezeigt. Bei uns liegt nur sein Fingerabdruck, den Klartext haben wir nicht. Verloren heißt: ein neues erzeugen. Behandle es wie ein Passwort. Wer es hat, sieht die Zahlen und Kontakte deines Büros.
Die Seite zeigt das Token bewusst direkt und leitet nicht um: Eine Weiterleitung würde ihre Meldung in der Adresse tragen, und Adressen stehen im Zugriffsprotokoll des Servers und im Verlauf deines Browsers.
Ein Büro hat genau einen Anschluss. Ein neues Token ersetzt das alte.
2. In Claude eintragen
Die fertigen Schnipsel stehen mit deinem Token bereits auf der Seite im Tool. Drei Wege:
Claude Code, ein Befehl im Terminal:
claude mcp add --transport http keystate https://app.keystate.de/mcp \
--header "Authorization: Bearer ksm_dein-buero.QRnT8x…"
Claude Desktop. Claude Desktop spricht selbst kein HTTP mit fremden
Servern, dazwischen liegt mcp-remote, das npx bei Bedarf lädt. Der Schnipsel
gehört in Einstellungen → Entwickler → Konfiguration bearbeiten, danach
Claude Desktop neu starten. Das Token steht darin in einer
Umgebungsvariablen und nicht direkt hinter --header: Unter Windows zerlegt
npx das Leerzeichen in „Bearer …” sonst in zwei Argumente, und dann kommt der
Zugang nicht an.
claude.ai im Browser. Einstellungen → Connectors → Custom Connector
hinzufügen, Adresse https://app.keystate.de/mcp, darunter die Kopfzeile
Authorization mit dem Wert Bearer ksm_…. Feste Kopfzeilen sind bei
Anthropic noch als Beta gekennzeichnet. Fehlt das Feld in deinem Konto,
bleiben Claude Desktop und Claude Code.
3. Was Claude sehen kann
| Tool | Was es beantwortet |
|---|---|
| Empfänger zählen | wie groß der Verteiler ist, wie viele versandfähig und wie viele messbar sind |
| Heiße Leads | die Anruf-Liste: wer auffälliges Interesse gezeigt hat |
| Objekte auflisten | die Objekte der laufenden Ausgabe, mit Kennung und Eckdaten |
| Wertanfragen | Anfragen aus der Online-Wertermittlung mit Kontakt |
| Letzte Aussendung | der letzte Newsletter mit Zustellung, Öffnungs- und Klickrate |
| Aussendungen auflisten | dieselben Zahlen über mehrere Aussendungen |
| Versandzahlen | die Summe eines Zeitraums |
| Objekte nach Klicks | welche Immobilie in den Mails gezogen hat |
| Entwurf vorbereiten | schreibt: Betreff, Überschrift, Einleitung und Objektauswahl der Ausgabe dieses Monats |
Auf der Seite im Tool steht genau diese Liste, gefiltert auf dein Paket. Was dein Büro nicht gebucht hat, wird Claude gar nicht erst angeboten: Wertanfragen brauchen die Online-Wertermittlung, die drei Tools zu Aussendungen und Klicks brauchen die Statistik.
Das einzige schreibende Tool ist „Entwurf vorbereiten”. Es füllt einen Entwurf, mehr nicht. Auf der Seite trägt es dafür die Pille „schreibt”.
4. Was Claude nicht kann
- Nichts verschicken. Es gibt kein Tool, das eine Mail auslöst, eine Aussendung freigibt oder startet. Newsletter gehen raus, wenn du im Tool auf Senden drückst.
- Nichts löschen. Keine Kontakte, keine Objekte, keine Ausgaben.
- Kein fremdes Büro. Das Token bestimmt allein, wessen Daten ein Aufruf sieht. Eine Büro-Kennung als Argument gibt es nicht, und ein Modell, das eine mitschickt, ändert damit nichts.
5. Kontaktdaten
Name, E-Mail und Telefon der Interessenten verlassen das Haus nur, wenn du das unter Einstellungen → Claude ausdrücklich einschaltest. Sie gehen dann an den Anbieter des Sprachmodells. Voreinstellung ist aus. Ohne den Haken liefern die Tools dieselben Listen, aber ohne diese drei Felder und mit dem Hinweis, dass sie fehlen und wo der Schalter sitzt.
Straße und Hausnummer aus den Wertanfragen gehen nie mit, egal wie der Schalter steht. Zusammen mit dem Namen wäre das die vollständige Anschrift eines Eigentümers, und für „welche Anfragen liegen an” braucht es sie nicht.
6. Nachlesen, bremsen, schließen
Jeder Aufruf steht mit Zeitstempel unter Team → Protokoll, mit dem Nutzer
„Claude (MCP)” und dem Namen des Aufrufs, zum Beispiel mcp.heisse_leads. Du
kannst also nachsehen, was tatsächlich abgefragt wurde.
Zwei Bremsen laufen mit:
| Was | Grenze |
|---|---|
| Aufrufe je Büro | 60 je Minute |
| abgelehnte Aufrufe je Absender | 20 in fünf Minuten |
Eine Claude-Sitzung stellt ein paar Dutzend Anfragen, du merkst das im normalen Betrieb nicht.
Geschlossen wird der Anschluss auf derselben Seite. Er wirkt ab dem nächsten Aufruf nicht mehr, und du liest: „Anschluss geschlossen. Claude kommt nicht mehr an deine Daten.”
Weiter:
- Sicherheit und Anmeldung: warum Zugänge hier so eng geschnitten sind.
- Die Anruf-Liste, die Claude über „heiße Leads” ausliest.
- Was Keystate speichert, wenn Kunden nach dem Sprachmodell fragen.