Zum Inhalt springen
Keystate

Wie viele Mails am Tag rausgehen

Zwei Grenzen mit zwei Antworten: die Tagesmenge und das gebuchte Monatsvolumen. Wo du den Stand siehst und was passiert, wenn eine davon erreicht ist.

Über deiner Empfängerzahl steht auf der Versandseite ein Zähler. Er nennt zwei verschiedene Dinge, und sie beantworten verschiedene Fragen.

Die Tagesgrenze ist technisch. Sie schützt die Reputation der Domain, über die alle Büros gemeinsam senden. Wer sie erreicht, sendet morgen weiter.

Das Monatsvolumen ist kaufmännisch. Es ist die Menge, die dein Tarif enthält. Wer es aufgebraucht hat, wartet auf den Monatsersten oder bucht größer.

Eine Meldung, die beides vermengt, würde dich in die falsche Richtung schicken. Deshalb sind es zwei Zahlen und zwei Sätze.

Wo du den Stand siehst

Der Zähler steht an zwei Stellen, und beide rechnen mit derselben Zahl wie der Versand selbst:

  1. Versand → Starten, über dem Formular.
  2. Versand → Warteschlange, damit du dort, wo eine Aussendung stillsteht, auch den Grund findest.

Der Balken zeigt den Rest, nicht den Verbrauch. Ab einem Fünftel Rest färbt er sich, aber erst wenn an diesem Tag schon etwas rausgegangen ist: Farbe auf einem unberührten Tag wäre keine Warnung, sondern Dekoration.

Wie hoch die Tagesgrenze ist

Fünf Ebenen, von oben nach unten. Die erste, die etwas sagt, gilt.

RangWoherBemerkung
1Das gebuchte Produktwird beim Tarif festgelegt
2Eine Ausnahme für dein Büroeinzeln vereinbart
3Eine Vorgabe der Plattformgilt für alle Büros
4Dein Monatsvolumendie Regel, wenn ein Paket hinterlegt ist
52.000nur, wenn gar kein Paket zugeordnet ist

Punkt 4 überrascht manchmal: Dein Monatsvolumen ist zugleich deine Tagesgrenze. Ein Paket verkauft eine Menge je Monat, und wann du sie abrufst, ist deine Sache. Bei einem Newsletter lautet die Antwort fast immer „an einem Tag”: Ein Büro mit 15.000 Kontakten schreibt die 15.000 in einer Aussendung an und nicht in acht Portionen. Eine Tagesgrenze unter dem Monatsvolumen würde verkaufen, was du nicht abrufen kannst.

Die Reputation schützt daneben der Warmup. Er ist die Anfahrt auf diese Grenze und deckelt sie in den ersten dreißig Tagen.

Das Monatsvolumen

Gezählt wird im Kalendermonat, mit einer Ausnahme: In der Testphase zählt das Fenster ab deinem Starttag. Die 200 Mails gelten für die sieben Tage und nicht für einen Monat, sonst bekäme ein am 28. gestartetes Konto am Ersten frische 200 und verschickte 400 in einer Woche.

Die Warnung kommt bei vier Fünfteln. Anders als beim Tageszähler auch auf einem unberührten Zähler: Wer am Ersten schon über der Marke liegt, hat über Monate hinweg zu klein gebucht, und genau das soll er sehen.

Was bei Erreichen passiert

Nichts wird verworfen. Die Aussendung bleibt auf „läuft”, ihre Warteschlange bleibt gefüllt, und der nächste Kalendertag arbeitet sie weiter ab. Eine verlorene Aussendung wäre Datenverlust, eine verschobene nur eine Verzögerung.

Der Grund steht dabei nicht nur im Serverjournal, sondern an der Aussendung in der Warteschlange:

  • Tageskontingent erreicht (400 von 400 Mails). Der Rest geht morgen raus.
  • Das gebuchte Volumen dieses Monats ist aufgebraucht (5.000 von 5.000 Mails). Am Monatsersten geht es weiter. Wer früher senden will, bucht das nächstgrößere Paket.
  • Die Mails deiner Testphase sind verschickt. Mehr geht in den sieben Tagen nicht. Für mehr brauchst du einen Tarif. Hier fehlt der Verweis auf den Monatsersten mit Absicht: In der Testphase kommt nichts nach.

Geht es weiter, verschwindet der Vermerk wieder. Er würde sonst behaupten, die Aussendung stehe noch, und zwar genau in dem Moment, in dem du nachsiehst, weil endlich etwas passiert.

Die Grenze der Plattform

Über allen Büros liegt noch eine gemeinsame Tagesmenge, standardmäßig 20.000 Mails. Sie ist die einzige Schranke, die du weder verursacht hast noch selbst lösen kannst, und deshalb liest sich ihre Meldung wie ein Aufschub: „Die Plattform hat ihre Tagesmenge erreicht. Deine Empfänger bleiben in der Warteschlange und gehen morgen raus.” Ein Hinweis auf ein größeres Paket wäre hier irreführend.

Weiterlesen: