Zum Inhalt springen
Keystate

Warum ein neues Büro nicht sofort 2.000 Mails schickt

Die Warmup-Treppe: zehn Stufen von 50 auf 25.600, alle drei Tage eine. Wie du deinen Stand siehst und wann sich eine Stufe vorziehen lässt.

Ein frisch angelegtes Büro darf am ersten Tag 50 Mails verschicken, nicht tausend. Das ist keine Sparmaßnahme, sondern der Grund, warum deine Mails ankommen: Ein Absender, der aus dem Nichts heraus zehntausend Mails schickt, ist das klassische Muster, an dem Spamfilter anschlagen.

Keystate steigert deshalb in Verdopplungsschritten. Nach dreißig Tagen ist die Treppe durch und es gilt dein volles Kontingent.

Die zehn Stufen

StufeMails am TagFrühestens ab Tag
1500
21003
32006
44009
580012
61.60015
73.20018
86.40021
912.80024
1025.60027

Die Treppe hebt nie über dein volles Kontingent hinaus. Sie ist die Anfahrt darauf, keine zweite Grenze daneben: Liegt dein Tarif bei 5.000 Mails, endet die Anfahrt praktisch bei 5.000.

Alle drei Tage statt täglich zu verdoppeln ist Absicht. Der Versanddienst bezieht seine Empfehlung auf eine eigene Absenderidentität je Versender. Bei Keystate hängen mehrere Büros an einer Domain, und ein Fehlgriff kostet nicht nur den, der ihn gemacht hat.

Zwei Bedingungen, nicht nur die Zeit

Eine Stufe steigt erst, wenn beides stimmt:

  1. Die Wartezeit ist um, also drei Tage je Stufe.
  2. Die Menge der vorherigen Stufe ist wirklich verschickt.

Der zweite Punkt ist der wichtigere. Ein Büro, das drei Wochen lang nichts verschickt hat, ist für den empfangenden Mailserver genauso neu wie am ersten Tag: Reputation entsteht aus zugestellten Mails, nicht aus verstrichener Zeit. Wer in Stufe 5 will, muss die 400 der Stufe 4 auch gesendet haben.

Wo dein Stand steht

Auf Versand → Starten über dem Formular. Dort stehen die erreichte Stufe, die Zahl der Stufen insgesamt, die heutige Grenze und die Menge der nächsten Stufe.

Eine Stufe vorziehen

Der Warmup wartet drei Tage je Stufe, weil er die Qualität deiner Liste nicht kennt. Beweist du sie, musst du nicht warten. Auf derselben Seite liegt der Knopf Stufe vorziehen.

Er ist kein Ausschalter, sondern ein Nachweis. Vorgezogen wird die Wartezeit, nicht die Menge: Die Bedingung „die Menge der laufenden Stufe ist durch” bleibt in jedem Fall bestehen.

BedingungWert
Menge der laufenden Stufe verschicktPflicht
Insgesamt verschicktmindestens 50
Beschwerden in den letzten 30 Tagengenau 0
Unzustellbarkeitunter 2,0 %

Null Beschwerden, nicht „wenige”. Eine Beschwerde ist jemand, der den Spam-Knopf gedrückt hat, obwohl er eingewilligt hatte. Der Abstand zwischen „in Ordnung” und „Konto unter Beobachtung” ist so klein, dass es hier keinen Ermessensspielraum gibt.

Bei Bounces ist die Schwelle die halbe Not-Aus-Grenze. Das lässt Raum für den normalen Verschleiß und schließt die gekaufte Liste aus: Bei 50 verschickten Mails ist ein Bounce erlaubt, zwei sind es nicht.

Geht der Sprung nicht, sagt der Knopf die Zahl, die im Weg steht, statt nur „nicht möglich”. Jede Stufe braucht ihren eigenen Nachweis, zweimal hintereinander vorziehen geht nicht. Jeder Sprung landet im Handlungsprotokoll, mit den Quoten des Augenblicks.

Der Warmup fängt beim Umzug neu an

Richtest du eine eigene Absenderdomain ein, zählt der Warmup ab dem Tag, an dem deine erste Mail unter dieser Domain rausging. Vorher gelaufene Mails haben die Reputation der Plattformdomain aufgebaut, nicht die deiner eigenen. Unter der neuen Domain bist du am Umzugstag ein neuer Absender, auch wenn du seit einem Jahr Kunde bist.

Genau das sagt dir die Bestätigung beim Setzen der Adresse auch: Die erste Woche läuft mit gedrosselter Menge.

Weiterlesen: