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Keystate

Einen laufenden Versand anhalten

Der Not-Aus stoppt, was noch wartet. Was schon raus ist, bleibt raus, und einen Rückweg gibt es nicht. Dazu der automatische Stopp bei schlechten Quoten.

Es gibt zwei Arten, einen Versand zu beenden: den Knopf, den du selbst drückst, und die Bremse, die Keystate von sich aus zieht, wenn deine Zahlen kippen. Beide führen in denselben Zustand, und aus dem führt kein Weg zurück.

Der Knopf

Versand → Warteschlange, an der laufenden Aussendung: Anhalten. Er braucht das Recht zu versenden.

Was danach gilt:

  • Die Aussendung steht auf gestoppt und ist damit endgültig. Der Versand holt sie nicht mehr.
  • Alle Empfänger, die noch warten, bekommen nichts mehr. Die Rückmeldung nennt ihre Zahl.
  • Was schon rausgegangen ist, bleibt raus. Mails kommen nicht zurück.
  • Ein Vermerk „geht morgen weiter” fällt mit weg. Er würde sonst etwas versprechen, was eine gestoppte Aussendung nie mehr tut.
  • Der Stopp landet im Handlungsprotokoll, mit der Zahl der nicht mehr Angeschriebenen.

Der Knopf ist eine Rettung, kein Arbeitsschritt. Willst du einzelne Leute aus einer Aussendung nehmen, tu das vorher auf der Seite Wer diese Mail bekommt und nicht mit dem Not-Aus.

Anhalten oder Verwerfen

Zwei Handgriffe mit zwei Rückmeldungen, derselbe Zustand darunter.

AnhaltenVerwerfen
WofürEin Versand, der läuft oder gleich anläuftEine Aussendung, die noch keine Freigabe hat
WoWarteschlange, Gruppe „Laufend”Warteschlange und Register „Änderbar”
WirkungDer Rest bleibt liegenNichts geht raus

Verwerfen ist der Weg, um eine vorbereitete Aussendung wieder loszuwerden. Das ist mehr als Aufräumen: Solange sie offen dasteht, sperrt sie ihre Ausgabe für jede zweite Aussendung.

Der automatische Stopp

Keystate hält deinen Versand von sich aus an, wenn deine Zahlen über 30 Tage die Schwellen reißen. Betroffen ist dabei nur dein Büro, alle anderen laufen weiter.

AuslöserSchwelleZusätzlich nötig
Unzustellbarkeitüber 4,0 %ab 50 verschickten Mails, unter 500 dazu mindestens 5 Bounces
Beschwerdenüber 0,08 %ab 50 verschickten Mails, unter 500 dazu mindestens 2 Beschwerden
Frühstoppüber 20 % und mindestens 3 Bouncesgilt auch ohne Mindestmenge

Die Schwellen liegen unter denen des Versanddienstes, und zwar unter der ersten Stufe. Wer erst bei 9 % eingreift, hat das Konto längst unter Beobachtung, und aus der Beobachtung kommt man nicht durch Aufhören heraus.

Der Weg aus dem Stopp heraus

Im Not-Aus bleiben 50 Mails am Tag offen. Das ist kein Schlupfloch, sondern die einzige Möglichkeit, die Quote zu bewegen: Sie ist ein Bruch, und der Nenner ist, was dein Büro verschickt hat. Wer gar nicht senden darf, ändert seinen Nenner nie und steht, bis die Bounces nach 30 Tagen aus dem Fenster fallen. Bei einem Makler waren das im August 2026 vier Wochen Stillstand.

Wer saubere Adressen schickt, senkt die Quote und ist nach einem Tag wieder frei. Wer dieselbe faule Liste weiterschickt, bestätigt sie und bleibt stehen.

Zweiter Hebel: Eine zu Unrecht gesperrte Adresse in der Sperrliste freigeben senkt die Quote sofort, denn die Sperrliste ist ihr Zähler.

Ausnahme Frühstopp. Passiert das beim allerersten Versand eines frischen Kontos, führt keine Bewährung heraus. Bei einem gemessenen Fall am 25.08.2026 kamen drei von vier Adressen dauerhaft zurück, also 75 %. Fünfzig Mails Bewährung wären dort achtunddreißig Abpraller. Hier sieht ein Mensch drauf, und die Meldung sagt das auch: „Wir sind benachrichtigt und schalten wieder frei.”

Der Stopp ist kein gespeicherter Merker, sondern eine Rechnung über ein gleitendes Fenster. Er löst sich von selbst auf, sobald die schlechten Meldungen herausrollen. Niemand muss ihn wegklicken.

Woran du ihn erkennst

Der Zähler auf Versand → Starten und Versand → Warteschlange färbt sich und nennt die Quote im Klartext, zum Beispiel: „Unzustellbarkeit bei 5,6 %, gebremst ab 4,0 %.”

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